Mitteilung vom 14.05.2020

Liebe Chemie-Studierende,

 

Aufgrund der vielen Nachfragen zu den Klausurterminen, würden wir hier gerne einmal den Ablauf unserer Fachschaftsarbeit zur Zeit transparent machen:

 

Wegen der Einschränkungen der Universität tagen seit Mitte März die sonst üblichen Gremien, in denen wir als Studierendenvertreter*innen mitwirken, wie Fakultätsrat und Studienkommission, nur provisorisch oder gar nicht. Aus diesem Grund wurde von unserer Fakultät ein Krisenstab eingerichtet, der sich aus Vertreter*innen des Studiendekanats und dem Professorium zusammensetzt. Wir Studierende wurden zu vielen aktuellen Themen wie der Klausurgestaltung, Praktikumsplanung oder anderen Anliegen beratend hinzugezogen und konnten die studentische Sicht der Dinge vertreten. In den eigentlichen Entscheidungsprozess sind wir nicht eingebunden gewesen. Bis jetzt haben wir sehr positive Erfahrungen mit dieser Zusammenarbeit gemacht und konnten unsere Anliegen konstruktiv einbringen. 

 

Bezugnehmend auf die Planung der Masterklausuren, haben wir unsere Bedenken gegenüber der jetzt veröffentlichten Planung mehrfach geäußert und auch Alternativen aufgezeigt. Schlussendlich hatte sich der Krisenstab nach Erwägung aller Möglichkeiten jedoch für diese Lösung entschieden. Obwohl dieser Klausurenplan bereits veröffentlicht wurde, sind alle Beteiligten noch in weiterführenden Diskussionen und versuchen diesen anzupassen. Auch durch euer Feedback können wir diese Diskussion jetzt auf einer breiteren Basis führen. 

 

Wir hoffen, dass ihr durch diesen Einblick ein wenig besser unsere aktuelle Situation nachvollziehen könnt. Für konstruktive Kritik und Vorschläge eurerseits sind wir jederzeit offen. (Kontakt)

 

In diesem Rahmen möchten wir euch auch bitten, dass ihr ein ehrliches Feedback bei der von uns durchgesetzten Evaluation einbringt, damit die stattfindende Lehre weiter verbessert werden kann. 

 

Eure Fachschaft Chemie
(Stand 14.05.2020)

Vorherige Mitteilungen

Statement zum Gendern in der Fachschaft (20.01.2020)

Liebe Studierende,

Aus gegebenem Anlass möchten wir, der Fachschaftsrat Chemie , uns dafür ent- schuldigen, dass unser Listenname „Die Chemiker“ bei den diesjährigen Wahlen dazu geführt hat, dass sich Studierende an unserer Fakultät diskriminiert fühlen.
Uns ist bewusst, dass das generische Maskulinum dazu führt, dass Frauen sprach- lich unberücksichtigt bleiben und durch eine solche Genuszuweisung unbewusst eine überholte Geschlechterordnung verfestigt wird. Da die Fakultät für Chemie Gleichstellung und Diversität als eine ihrer zentralen Aufgaben ansieht, und Sprache die Wahrnehmung zwar nicht festlegt, aber doch lenkt, ist der Gebrauch geschlech- tergerechter Sprache eine Möglichkeit, an der Gleichstellung der Geschlechter mit- zuwirken, weshalb „Die Chemiker“ als Überbegriff für alle Studierende unserer Fa- kultät ab sofort nach außen nicht weiter verwendet wird. Leider ist es nicht möglich, unseren Listennamen für dieses Jahr zu ändern, wir versichern euch aber, diesen in Zukunft durch einen Namen zu ersetzen, der keine geschlechtsspezifischen Erwar- tungen hervorruft und durch den sich alle Studierende unserer Fakultät repräsentiert und respektiert fühlen!
Wir nehmen die Rückmeldungen, die wir zu diesem Thema erhalten haben, sehr ernst, was wir mit diesem Schreiben deutlich machen wollen und versprechen, uns in Zukunft mehr darüber zu beraten, wie wir z.B. Veranstaltungen benennen. Falls euch mehr zu dem Thema einfällt, oder euch etwas stört, zögert nicht, uns dies mit- zuteilen! Schreibt uns gerne eine E-Mail (fachschaft@chemie.uni-goettingen.de), sprecht uns persönlich an oder nutzt unseren Briefkasten im Foyer vor MN27. Eure Rückmeldungen nehmen wir dankbar an und leiten diese auch gerne ans Dekanat, oder wie in diesem Fall, an das dezentrale Gleichstellungsteam der Fakultät Chemie weiter.

Eure Fachschaft Chemie