Statement: Gendern

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Liebe Studierende,

 

Aus gegebenem Anlass möchten wir, der Fachschaftsrat Chemie, uns dafür entschuldigen, dass unser Listenname „Die Chemiker“ bei den diesjährigen Wahlen dazu geführt hat, dass sich Studierende an unserer Fakultät diskriminiert fühlen.

 

Uns ist bewusst, dass das generische Maskulinum dazu führt, dass Frauen sprachlich unberücksichtigt bleiben und durch eine solche Genuszuweisung unbewusst eine überholte Geschlechterordnung verfestigt wird. Da die Fakultät für Chemie Gleichstellung und Diversität als eine ihrer zentralen Aufgaben ansieht, und Sprache die Wahrnehmung zwar nicht festlegt, aber doch lenkt, ist der Gebrauch geschlechergerechter Sprache eine Möglichkeit, an der Gleichstellung der Geschlechter mitzuwirken, weshalb „Die Chemiker“ als Überbegriff für alle Studierende unserer Fakultät ab sofort nach außen nicht weiter verwendet wird. Leider ist es nicht möglich, unseren Listennamen für dieses Jahr zu ändern, wir versichern euch aber, diesen in Zukunft durch einen Namen zu ersetzen, der keine geschlechtsspezifischen Erwartungen hervorruft und durch den sich alle Studierende unserer Fakultät repräsentiert und respektiert fühlen!

 

Wir nehmen die Rückmeldungen, die wir zu diesem Thema erhalten haben, sehr ernst, was wir mit diesem Schreiben deutlich machen wollen und versprechen, uns in Zukunft mehr darüber zu beraten, wie wir z.B. Veranstaltungen benennen. Falls euch mehr zu dem Thema einfällt, oder euch etwas stört, zögert nicht, uns dies mit- zuteilen! Schreibt uns gerne eine E-Mail (fachschaft@chemie.uni-goettingen.de), sprecht uns persönlich an oder nutzt unseren Briefkasten im Foyer vor MN27. Eure Rückmeldungen nehmen wir dankbar an und leiten diese auch gerne ans Dekanat, oder wie in diesem Fall, an das dezentrale Gleichstellungsteam der Fakultät Chemie weiter.

 

Eure Fachschaft Chemie

Unser Selbstverständnis

Unsere Grundsätze für unsere Kommilitonen

  • Service von Studierenden für Studierende: Wir bieten unseren Kommilitonen gesellschaftliche Veranstaltungen und studienbezogene Services.
  • bessere Studienbedingungen: Wir setzen uns für die nachhaltige Verbesserung der Studien- und Lernbedingungen an der Fakultät ein.
  • Vermittlungsorgan zwischen Studierendenschaft und Universität: Wir verstehen uns als Sprachrohr zwischen Studierendenschaft, Fakultät und Universität.
  • offene Informationspolitik: Wir erklären unseren Kommilitonen auf Nachfrage, an welchen Projekten wir aktuell arbeiten.
  • parteipolitische Neutralität: Wir nehmen unsere Verantwortung unabhängig von politischen oder ideologischen Ansichten wahr und verhalten uns nach außen neutral.

Unsere Grundsätze für die Fachschaft

  • Persönlichkeiten und Fähigkeiten entwickeln: Wir stärken den Einzelnen in seiner Arbeit und gehen dabei auf seine individuellen Fähigkeiten ein.
  • Einsatzbereitschaft und Leidenschaft fördern und fordern: Wir motivieren den Einzelnen sich aktiv in die Fachschaft einzubringen.
  • gegenseitige Hilfe und Motivation: Wir helfen einander bei Problemen und unterstützen uns bei der Umsetzung von Projekten. 
  • Toleranz und (parteipolitische) Neutralität: Wir akzeptieren jeden Einzelnen und verhalten uns parteipolitisch neutral.
  • Transparenz: Wir binden jeden Einzelnen in Entscheidungsfindungen ein und legen Informationen offen.
  • demokratische Entscheidungsfindung: Wir einigen uns mehrheitlich auf Herangehensweisen und bilden demokratisch Meinungen zu kontroversen Themen.

Unsere Grundsätze für die Arbeit in Gremien und Kommissionen

  • Repräsentation: Wir spiegeln die Meinung der Studierenden wider.
  • Demokratie: Wir verleihen mehrheitlich gefundenen Meinungen Nachdruck und akzeptieren diese Voten.
  • Rückkopplung mit dem Plenum: Wir versuchen immer, möglichst viele Entscheidungen mit dem Plenum abzustimmen.
  • offene Studienbedingungen: Wir lehnen restriktive Studienbedingungen in der Regel ab und setzen uns für ein möglichst bedingungsloses Studium ein.