Master

Im Gegensatz zum Bachelor könnt Ihr Euch im Master auf sehr viel kleinere Kursgrößen einstellen. Dadurch können z.B. während der Vorlesung aufgetretene Fragen detaillierter geklärt werden und Ihr habt mehr Platz in den Praktika. Wenn Ihr Glück habt, fragt Euch der Prof bei einem sehr kleinen Kurs sogar, welche Themen Euch besonders interessieren und passt die letzten Vorlesungsstunden dementsprechend an.

 

Außerdem habt Ihr im Master erstmals wirklich die Gelegenheit, Euch auf eine bestimmte Fachrichtung zu spezialisieren. Im Gegensatz zum Bachelor ist der Master weniger verschult und bietet mehr individuelle Wahlmöglichkeiten. Natürlich gibt es aber auch Auflagen, die es bei der Kurswahl zu erfüllen gilt:

Der Master ist im Wesentlichen in drei Bereiche unterteilt: Fachstudium (78 C), Professionalisierungsbereich (12 C) und Masterarbeit (30 C). Im Fachstudium muss zum einen ein Grundstock aus AC-, OC-, und PC-Vorlesungen abgearbeitet werden. Außerdem müssen eine Vorlesung und ein Praktikum aus dem Bereich „Methoden der Chemie“ absolviert werden. Darüber hinaus gibt es einen großen Block namens „Thematische Vertiefung“. Wichtig ist, dass hierein auch alle Module falle, die Ihr vorher zusätzlich belegt habt. Es ist es also beispielsweise möglich, alle angebotenen AC-Vorlesungen zu hören und sie sich auch anrechnen zu lassen. Der Professionalisierungsbereich setzt sich aus fachbezogenen und fachfremden (z.B. Sprachkurse) Schlüsselkompetenzen zusammen. Detailliertere Informationen sind auf der Website der Fakultät zu finden.

Natürlich gilt auch im Master das Prinzip: Höhere Semester mussten da auch durch, sind dementsprechend (manchmal) schlauer und können euch helfen. Außerdem wissen sie ebenfalls, welche Credits (vermeintlich) leichter verdient sind als andere.

Es empfiehlt sich, sich im Voraus über das Angebot der Kurse in den einzelnen Semestern zu informieren. Sonst stellt man vielleicht nach der Masterarbeit fest, dass einem noch 6 Credits fehlen, man aber alle in diesem Semester angebotenen Vorlesungen schon gehört hat.

 

Auch werdet ihr merken, dass eure Freunde, die die letzten drei Jahre über neben euch saßen, vielleicht lieber PC mögen, ihr aber AC und sie daher plötzlich nicht mehr in euren Kursen sind. Außerdem werden neue Leute von anderen Unis dazustoßen und frischen Wind in Laden bringen. Meistens kennen sie dort aber niemanden und sind durch die Tatsache verwirrt, dass es plötzlich Dinge wie ein Sockelgeschoss gibt. Wie wär‘s also mit einem netten Abend in einer Bar zum Kennenlernen? Außerdem hat es sich mit der Zeit in den meisten Semestern eingebürgert, freitags ein „Semesteressen“ zu machen, um den alten Haufen beisammen zu halten. Vielleicht beteiligt ihr euch ja in Zukunft auch am freitäglichen Wettrennen um die großen Gruppentische?